Diagnosen2019-02-19T19:12:38+00:00

Diagnosen

Lebenssituationen, die meine Unterstützung sinnvoll machen

Leidet mein Kind an einer seelischen Erkrankung?

 Verschiedene Symptome und Indikatoren können Zeichen dafür sein, dass ein Kind Unterstützung braucht. In einer ersten Diagnose ist daher medizinisch abzuklären, ob das Kind oder der Jugendliche an einer seelischen Erkrankung leidet oder eine körperliche Ursache zugrunde liegt.

Prägende erste Lebensjahre

Die Kindheit ist von Lernen und Entdecken geprägt. Besonders die ersten drei Lebensjahre sind im Leben eines Menschen grundlegend, hier geschieht Entwicklung schnell und tiefgreifend. Auf körperlicher, motorischer, kognitiver, sprachlicher, emotionaler sowie sozialer Ebene. Kinder sind dabei angewiesen auf ihre Eltern, die sie schützen und helfen sich zu entwickeln.

In der kindlichen Entwicklungspsychologie treten sensible Phasen auf, sogenannte Perioden höchster Plastizität. In ihnen konzentriert sich der junge Mensch auf das, was für ihn gerade von Bedeutung ist, während andere Sachen in den Hintergrund treten. In einem gewissen Zeitfenster lernt das Kind besonders gut bestimmte Dinge. So reicht beispielsweise das Fenster zur optimalen Sprachentwicklung bis zum fünften Lebensjahr.

Liebe und Aufmerksamkeit

In unserer Kultur werden Kinder früh gefördert, können ihre Fähigkeiten gut entwickeln. Es existiert ein riesiges Angebot an Kursen für Kinder, Eltern und Familien, ganze Wirtschaftszweige leben davon. Die Fülle der Möglichkeiten lässt jedoch bei nicht wenigen Erziehenden Verwirrung aufkommen und es stellt sich für viele Eltern die Frage:

„Was braucht mein Kind eigentlich wirklich?“

Neben den grundlegenden Bedürfnissen wie Zuwendung, gesunde Ernährung und viel Schlaf, sind meiner Erfahrung nach stabile Bindungen für ein heranwachsendes Kind das Wichtigste. In den ersten drei Lebensjahren braucht ein Mensch verlässliche Bezugspersonen, um gut ins Leben zu starten.

Diese auf den ersten Blick selbstverständlich wirkenden Dinge sind eben nicht mehr selbstverständlich. Die Lebensräume junger Familien und auch die Situation derselben haben sich verändert. Frauen und Männer arbeiten oft ganztags und sind zunehmend gestresst durch fordernde Jobs.

Wandel der Gesellschaft

Neben einer sicheren Bindung ist das selbständige Erforschen der Welt in der Natur in meinen Augen enorm wichtig, fördert es doch alle Sinne. Leider ist das heute kaum noch möglich. Ein weiterer Punkt: Es gibt schlichtweg nicht mehr so viele Kinder. Die Akzeptanz der Gesellschaft in Bezug auf junge Generationen sinkt. Mit dem Wandel der Zeit entstehen neue Familienmodelle, es bilden sich vielfältige Lebensformen heraus, in denen Kinder heranwachsen. Zudem müssen junge Menschen sich der Herausforderung stellen, in der digitalen Welt zurecht zu kommen.

Leider haben Eltern oft nicht die Möglichkeit, bei der Betreuung der Kinder auf die Unterstützung der Großeltern zurückgreifen, was für alle Beteiligten oft eine grosse Bereicherung und Entlastung bringen würde. So sind viele Familien gestresst und überfordert, weil sie allein ihre Kinder großziehen müssen.

Etwa 20 Prozent der Kinder sind Untersuchungen nach verhaltensauffällig. Das heißt, sie überschreiten mit ihrem Verhalten die Grenzen dessen, was unsere Gesellschaft akzeptiert. Zehn Prozent dieser Kinder und Jugendlichen bräuchten eine professionelle Behandlung. Am häufigsten kommen dabei Angststörungen, Störungen im Sozialverhalten oder Aufmerksamkeits- und Essstörungen vor. Bei pubertierenden Jugendlichen gibt es öfter Krisen, die Depressionen nach sich ziehen.

Viele Eltern fragen sich, ob sie etwas falsch gemacht haben in der Erziehung, wenn ihr Kind auffällig ist. Vielleicht sind sie unsicher. Meiner Überzeugung nach möchten Eltern das Beste für ihre Kinder. Wenn dazu gehört, für einen Zeitraum therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist das ein Zeichen der Stärke.

Bei Verhaltensauffälligkeiten

  • Autoagressives Verhalten
    (zum Beispiel Ritzen, Haare ausreisen)

  • Aggressives (Sozial-) Verhalten, Zerstörung von Gegenständen

  • Intensives Daumenlutschen

  • Kriminelle Handlungen
    (zum Beispiel Diebstähle)

  • Lügen

  • Nagelkauen

  • Nicht alterstypisches Trotzverhalten

  • Unsicheres, schüchternes oder überängstliches Auftreten

  • etc.

In kritischen Lebensphasen

  • Albträume

  • Ängste

  • Drogenmissbrauch

  • Einsamkeit

  • Erfahrung von Mobbing

  • Familiäre Konflikte

  • Gewalterfahrungen

  • Kaiserschnitt-Geburt

  • Krankenhausaufenthalte

  • Schwierige Lebensübergangsphasen
    (zum Beispiel Pubertät, Schulwechsel)

  • Trauer

  • Trennung der Eltern

  • Unfälle

  • etc.

Bei diagnostizierten Erkrankungen

  • ADHS, ADS

  • Asperger Syndrom

  • Depressionen

  • Entwicklungsverzögerung

  • Essstörungen

  • Phobien

  • PTBS

  • Spielsucht

  • Ticstörungen

  • Traumata

  • etc.

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