Sonne satt gab es heute zum Schulanfang für rund 1, 7 Millionen Schülerinnen und Schüler in Bayern. Das sind 100000 mehr als im vergangenen Jahr.
Der Freistaat hat zudem 355 neue Lehrkräfte eingestellt, in erster Linie, um die etwa 60000 schulpflichtigen Flüchtlingskinder unterrichten zu können. Vor allem Grund-, Mittel- und Berufsschulen profitieren von den neuen Lehrerinnen und Lehrern.
Die Neueinstellungen seien nicht ausreichend, kritisiert Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) in einem Interview. Die Personaldecke sei extrem dünn; leider gebe es derzeit aber nicht genug ausgebildete Pädagogen auf dem Markt. Sie bemängelte außerdem die unzureichende Vorbereitung der Lehrkräfte auf den Umgang mit oft schwer traumatisierten Kindern und forderte regelmäßige Supervision für die Lehrer.
Darüber hinaus wies Fleischmann auf die ihrer Meinung nach zu großen Klassen hin.
Sorgen bereite ihr auch die Verteilung der Kinder auf die verschiedenen Schularten schon nach der 4. Klasse, sie empfinde das als ungerecht.
Ein weiteres Thema in diesem Schuljahr wird die Diskussion um die Rückkehr zum G9 sein. Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, erklärte dazu, eine bayernweite Meinungsumfrage habe eine klare zwei Drittel Mehrheit dafür ergeben. Eine verbindliche Regelung wird es wohl nicht geben. Das Kultusministerium möchte die Entscheidung G8 oder G9 ab dem Schuljahr 2018/2019 den einzelnen Gymnasien überlassen.
Allen Kindern und Jugendlichen viel Erfolg im neuen Schuljahr!