Immer mehr Kinder und Jugendliche nehmen Psychopharmaka ein. So lautet das Fazit einer Studie, die Kölner Forscher jetzt vorgelegt haben. Die Studie beruht auf Daten von über vier Millionen Versicherten im Alter von null bis 17 Jahren. Demnach wurden im Jahr 2012 rund 27 von 1000 Heranwachsenden Medikamente wie Antidepressiva und Ritalin verordnet. 2004 nahmen noch 20 junge Menschen von 1000 Psychopharmaka ein.

Bei 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen gab es Hinweise auf psychische Auffälligkeiten. Die Forscher begründen den Anstieg dieser Zahl allerdings mit der Tatsache, dass viele Kinder und Jugendliche im Laufe ihrer Entwicklung mehr als eine Psychotherapie beginnen, auch dieser Umstand zeigt, wie wichtig eine gute Begleitung für Heranwachsende ist.